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Max-Planck-Institut für Radioastronomie, Bonn

Das Max-Planck-Institut für Radioastronomie in Bonn (MPIfR) ist führend in Deutschland auf dem Gebiet der Radio, Millimeter/Submillimeter und Infrarotastronomie. Die technologischen Entwicklungen im Institut umspannen den gesamten Beobachtungsbereich. Die theoretische Astrophysik ist ein weiteres Arbeitsgebiet.

Forschungsschwerpunkte sind:
  • Physik von Sternen, Galaxien und des Universums
  • Sternentstehung
  • junge stellare Objekte
  • Sterne in späten Entwicklungsstadien
  • Pulsare
  • interstellares Medium der Milchstraße und externer Galaxien
  • das galaktische Zentrum und seine Umgebung
  • Magnetfelder im Universum
  • Radiogalaxien
  • Quasare und andere aktive Galaxien
  • Staub und Gas in kosmologischen Entfernungen
  • Galaxien in den Frühphasen des Universums
  • die Kosmische Strahlung, Hochenergie-Teilchenphysik
  • Theorie der Sternentwicklung und aktiver galaktischer Kerne
Großprojekte:
  • das deutsch-amerikanische Flugzeugobservatorium SOFIA (Stratospheric Observatory for Infrared Astronomy)
  • das Atacama Pathfinder Experiment (APEX) zur Entwicklung eines Sub-mm-Teleskops zur Aufstellung in der Atacama-Wüste in Chile
  • das Atacama Large Millimeter Array (ALMA)
  • das Far-Infrared and Submillimetre Telescope Satellitenobservatorium (HERSCHEL, zuvor FIRST)
  • der Ausbau des 100-m-Radioteleskops in Effelsberg
  • die Konzeption eines Radioteleskops mit einer Sammelfläche von einem Quadratkilometer (Square Kilometer Array; SKA)
  • das Very Large Telescope Interferometer (VLTI) in Chile
  • das Large Binocular Telescope (LBT) in Arizona
  • die Weiterentwicklung der Very-Long-Baseline-Interferometrie (VLBI) bis in den Millimeterbereich sowie hin zu extremen Winkelauflösungen durch die Einbindung von Weltraumteleskopen

Anwendungen für das Grid Community Projekt:
  • Verarbeitung von großen Datenmengen des Very Long Baseline Interferometry (VLBI), der neuen Radioteleskope wie LOFAR und in Zukunft des Square Kilometer Arrays (1 bis mehreren Gbit pro Sekunde)
  • Entwicklung verlustfreier bzw. -armer Übertragungsprotokolle
  • Echtzeitbetrieb des VLBI
Eine Zusammenarbeit mit dem Industriepartner TELEKOM wird angestrebt. Die Beobachtungsmöglichkeiten sind für alle deutschen Astronomen zugänglich und bleiben langfristig erhalten.